Wortreich sprachlos

27 Aug 2004
Erstellt von xeophin

Zum Glück gibt's den iPod: da entdeckt man zwischendurch noch ganz interessante Dinge, zum Beispiel Verbindungen zwischen Suzanne Vega, Madonna und Björk. Komisch? Vielleicht ...

Da ist zum einen Suzanne Vega, die im Song «Language» folgendes besingt:

[...] I won't use words again
They don't mean what I meant
They don't say what I said
They're just the crust of the meaning
With realms underneath
Never touched
Never stirred
Never even moved through [...]

Was bei Suzanne Vega noch eine etwas vage Absichtserklärung bleibt, wird bei Madonnas «Bedtime Story» schon etwas konkreter ...

Today is the last day that I'm using words
They've gone out, lost their meaning
Don't function anymore [...]

Words are useless, especically sentences
They don't stand for anything
How could they explain how I feel

Und was hat das mit Björk zu tun? Björk ist diejenige, die Madonna diese Worte in den Mund gelegt hat. Schade, dass diese Zusammenarbeit nicht weitere ausgelöst hat, es wäre bestimmt interessant gewesen ...

Interessant auf jeden Fall, wie alle ein ähnliches Gefühl beschreiben ...

Madonna: Bedtime Story (Video Still)

Bemerkenswert ist übrigens das Video von Mark Romanek zu «Bedtime Story»: fantastische, surreale Bilder, die manchmal an Magritte oder Dalí erinnern, wunderbar warme Farben; Zerfall, Rost und organische Formen in Technicolor. Seit ich das Ding gesehen habe, überlege ich mir, ob man eine solche Szenerie auf die Bühne bringen könnte. Oder eine Wohnung damit einrichten könnte.

Zumindest, so ist mir heute Abend beim neuerlichen Sehen des Videos eingefallen, scheinen sich die Production Designer von «The Cell» davon inspirieren lassen: Vor allem dieser schwebende Video-Würfel scheint es ihnen äusserst angetan zu haben. Dem Film hat es gut getan: im Gegensatz zum Plot überzeugt das Set-Design, selbst wenn es zwischendurch mit Schwänen und blühenden Kirschbäumen arg an der Grenze zum Kitsch wandelt – aber was kann man anderes erwarten, wenn JLo darin vorkommt?

Den eigenartigen Verbindungen von Suzanne Vega, Madonna und Björk auf der Spur.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Wenn Sie ein zulässiges Avatar mit Ihrer E-Mail-Adresse verknüpft haben, wird dieses als Avatar verwendet.
Mit dem Absenden dieses Formulars, akzeptieren Sie die Datenschutzrichtlinie von Mollom.


Navigation



Sprachen